Wir freuen uns, wenn Sie unsere Veranstaltungen im Herbst 2026 besuchen. Bleiben Sie behütet!
Vorankündigung:
7.11. Konzert „Schalom- Kirche trifft Synagoge“; Ausführende: Prof. Torsten Laux (Bayreuth)/Viola Semjon Kalinowsky (Lübeck/Ukraine); Kooperation mit der St. Augustinus-Gemeinde Nordhorn
Mitgliederversammlung 2026
Mittwoch, der 28.10.26, 19.00 Uhr
Kloster Frenswegen, Seminarraum 1
Alle Mitglieder, aber auch Interessierte sind herzlich eingeladen.
Nach der Mitgliederversammlung um 19:45 Uhr:
„EINE NEUE NORMALITÄT?
Zur Situation der Jüdinnen und Juden in den deutschen Gemeinden –
Erfahrungen, Herausforderungen und Ermutigungen.“
Referent: Rechtsanwalt Michael Heimann, Hamburg
Fast täglich berichten die Medien über Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Angriffe und auch extreme Gewalt gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland. Die Zahl dieser Übergriffe hat seit dem 7.10.2023, dem von der Hamas verübten Massenmord, im Jahr 2025 einen Höchststand erreicht. Die RIAS-Meldestellen (RIAS = Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V.) dokumentierten ins-gesamt 8.727 Fälle – knapp 24 antisemitische Vorkommnisse pro Tag – die meisten geschehen auf offener Straße.
„Das sind keine statistischen Ausreißer, es ist die bedrückende Realität in Deutschland“, sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Deutschland erlebe „eine Verfestigung des Antisemitismus auf Rekordniveau“.

Was bedeutet diese Entwicklung für das alltägliche Leben und Erleben der jüdischen Deutschen? Wie gehen jüdische Gemeinden mit Judenhass und Israelfeindschaft um? Denken Jüdinnen und Juden daran, Deutschland zu verlassen oder bleiben sie standhaft „Jetzt erst recht!“? Und gibt es ermu-tigende Unterstützung durch Kirchengemeinden und die Zivilgesellschaft?
Der Referent MICHAEL HEIMANN wurde 1955 in Haifa/Israel als Kind von aus Deutschland geflohenen Juden geboren. 1958 kehrten seine Eltern mit dem dreijährigen Sohn von Israel nach Deutschland zurück.
Seit seiner Jugend ist Michael Heimann Mitglied der Jüdischen Gemeinde Hamburg. In den letzten 40 Jahren war er durchgehend in der Gemeinde wechselnd aktiv im Vorstand, Beirat, Wahlkommission und Schiedsgericht. Im Jahre 2016 initiierte er die Bildung einer Reformsynagoge in der Jüdischen Gemeinde Hamburg.

Seitdem ist er auch Mitglied der Kultuskommission der Reformsynagoge und Vertreter der Reformsynagoge in den überregionalen liberal jüdischen Dachorganisationen „Union progressiver Juden“ und „Jüdisch Liberal-Egalitärer Verband“.
Beruflich ist er als Steuerberater und Rechtsanwalt in Hamburg tätig; er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
Nach einer kurzen Videoeinspielung wird Michael Heimann zunächst von persönlichen Erfahrungen und Eindrücken berichten und dabei auch auf die am Vortrag durchgeführte Wahl in Israel eingehen. Im Anschluss an den Vortrag haben die Zuhörerinnen und Zuhörer Gelegenheit zu Fragen und Anmerkungen.

Synagoga und Ecclesia in unserer Zeit. Skulptur von Joshua Koffmann 2015/Saint Joseph’s University in Philadelphia (USA)
Das Forum Juden/Christen Nordhorn lädt ein
Die Situation in Israel, der Westbank, in Gaza und dem gesamten Nahen Osten beherrscht die Schlagzeilen der Medien und die öffentliche Diskussion. Das Forum Juden/Christen Nordhorn hat immer wieder seine
Verbundenheit mit Israel und Jüdinnen und Juden bekundet, auch wenn dort eine demokratisch gewählte Regierung eine Politik betreibt, die alles andere als friedensförderlich ist. Warum tun wir das? Weil wir überzeugt sind, dass die jahrtausendealte Verachtung, Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Menschen, die Christen und Kirchen verübt haben, tiefe Ursachen haben und ein völliges Umdenken erfordern. Diese Ursachen reichen bis in
Grundentscheidungen des Glaubens hinein, denen wir nachgehen wollen. Eine solche Rechenschaft über den eigenen Glauben und seine Geschichte ist die Voraussetzung für ein neues Verhältnis von Juden und Christen, von Kirche und Synagoge. Daraus kann und soll eine neue
Praxis im Dialog und in der Begegnung und in Solidarität mit Juden entstehen. Dafür ist kein Theologiestudium erforderlich. Alle, die daran interessiert sind, sich kritisch mit zentralen Fragen des christlichen Glaubens auseinander zu setzen, sind eingeladen zu einem Gesprächskreis.
Thema: „Ich glaube an den Gott Israels.
Wie Christen ihren Glauben in der Begegnung mit Juden neu bedenken können“
Wir wollen uns gemeinsam austauschen über Fragen wie:
- Glauben Christen und Juden an denselben Gott?
- Warum ist das christliche Glaubensbekenntnis für Juden ein unüberwindbares Ärgernis?
- Ist Jesus Gottes Sohn und der Messias?
- Ist Jesus am Kreuz für uns gestorben?
- Hat der neue Bund den alten Bund ersetzt?
- Was geht uns als Christinnen und Christen das jüdische Gesetz – die Torah – an?
- Was ist das Neue am Neuen Testament?
- Lesen Juden und Christen die hebräische Bibel (das „Alte Testament“) unterschiedlich?
Ort: Kloster Frenswegen - Heuerhaus neben dem Kloster -Kaminraum
Zeit: Die Gesprächsreihe wird auf Wunsch der Teilnehmer/-innen im Jahr 2026 fortgesetzt. Der Termin steht noch nicht fest, wird aber bekannt gegeben.
Kontakt: Hartmut Lenhard,
Mail: hartmut.lenhard@t-online.de
Tel. 01703243192
Aufwändige Präsentation der Stolpersteine Nordhorn online
Die App Stolpersteine-Guide bietet die Möglichkeit, in vielen Orten Stolpersteine auf Rundgängen aufzusuchen und sich über die Jüdinnen und Juden zu informieren, die in der Shoah verfolgt und ermordet wurden. Die App ist für Smartphones beider Betriebssysteme verfügbar; die Beschreibungen der Stolpersteine können aber auch über eine Webseite aufgesucht werden.
In Kürze werden zu den Stolpersteinen in Nordhorn noch jeweils kurze Videos mit Erläuterungen hinzugefügt.

