Vorankündigung:

Gottesdienst des Forums Juden/Christen zum

„Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/5787“



„Schulter an Schulter miteinander“ – Unter diesem Motto steht der Gottesdienst, zu dem das Forum Juden/Christen für Sonntag, den 8. März 2026, um 18 Uhr in die Kapelle des Klosters Frenswegen einlädt.


Zurück im Kloster:

Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner der Reformsynagoge in Hamburg

Reisebericht und Gespräch zum Thema:

Wohin führt der Weg Israels?


Zu diesem Thema lädt das Forum Juden/Christen am Mittwoch, den 25. Februar 2026, um 19.00 Uhr in die Kapelle des Klosters Frenswegen ein.


Die Lage in Israel ist nicht nur für uns in Deutschland unübersichtlich. Das mediale Interesse konzentriert sich nach wie vor weitgehend auf die katastrophalen Lebensverhältnisse im Gazastreifen und den Friedensplan Trumps. Dessen Umsetzung droht an der Weigerung der Hamas, die Waffen niederzulegen, zu scheitern. Auch der bedrohliche Konflikt mit dem Iran rückt wieder in den Mittelpunkt. Wenn uns Berichte aus Israel erreichen, sind es bedrückende Meldungen über Siedler-Attacken auf Palästinenser in der Westbank oder über verstörende Entscheidungen der Netanjahu-Regierung.



Demonstration in Tel Aviv für die Einberufung einer unabhängigen Untersuchungskommission zum 7. Oktober


Israel ist anders und vielfältiger als das mediale Bild hierzulande. Rabbiner Gábor Lengyel war im November/Dezember längere Zeit vor Ort. Er hat in Tel Aviv gewohnt und schreibt: „Das Straßenbild in Tel Aviv: voll! Lokale, Restaurants sind voll. Alle sagen: wir können wieder atmen!“ Von dort aus hat er die Gedenkstätten des 7.10.2023 nahe am Gazastreifen besucht: Sderot, Kibbuz Nir Oz und Kibbuz Saad. Aber auch in Haifa und Jerusalem hat er sich Einblick in das alltägliche Leben der jüdischen und arabischen Israelis verschafft. Und vor allem: Er ist unterschiedlichen Persönlichkeiten begegnet und hat mit ihnen hoffnungsvolle Gespräche geführt. Dazu gehörten auch Vertreter/-innen von Nichtregierungs-Organisationen (NGOs), die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen und sich dem Abbau demokratischer Strukturen widersetzen.

Über diese eindrückliche Reise wird Rabbiner Gábor Lengyel im Kloster Frenswegen berichten.

Die Veranstaltung des Forums Juden/Christen bietet die Chance, aus erster Hand Informationen und Einschätzungen zur aktuellen Lage in Israel zu erhalten. Fragen an den Referenten sind erwünscht.

Wir laden dazu herzlich ein.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Arbeit des Forums wird gebeten.


Synagoga und Ecclesia in unserer Zeit. Skulptur von Joshua Koffmann 2015/Saint Joseph’s University in Philadelphia (USA)

Das Forum Juden/Christen Nordhorn lädt ein

Die Situation in Israel, der Westbank, in Gaza und dem gesamten Nahen Osten beherrscht die Schlagzeilen der Medien und die öffentliche Diskussion. Das Forum Juden/Christen Nordhorn hat immer wieder seine Verbundenheit mit Israel und Jüdinnen und Juden  bekundet, auch wenn dort eine demokratisch gewählte Regierung eine Politik betreibt, die alles andere als friedensförderlich ist. Warum tun wir das? Weil wir überzeugt sind, dass die jahrtausendealte Verachtung, Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Menschen, die Christen und Kirchen verübt haben, tiefe Ursachen haben und ein völliges Umdenken erfordern. Diese Ursachen reichen bis in Grundentscheidungen des Glaubens hinein, denen wir nachgehen wollen. Eine solche Rechenschaft über den eigenen Glauben und seine Geschichte ist die Voraussetzung für ein neues Verhältnis von Juden und Christen, von Kirche und Synagoge. Daraus kann und soll eine neue Praxis im Dialog und in der Begegnung und in Solidarität mit Juden entstehen. Dafür ist kein Theologiestudium erforderlich. Alle, die daran interessiert sind, sich kritisch mit zentralen Fragen des christlichen Glaubens auseinander zu setzen, sind eingeladen zu einem Gesprächskreis.






Thema: „Ich glaube an den Gott Israels.

Wie Christen ihren Glauben in der Begegnung mit Juden neu bedenken können


Wir wollen uns gemeinsam austauschen über Fragen wie:

  • Glauben Christen und Juden an denselben Gott?
  • Warum ist das christliche Glaubensbekenntnis für Juden ein unüberwindbares Ärgernis?
  • Ist Jesus Gottes Sohn und der Messias?
  • Ist Jesus am Kreuz für uns gestorben?
  • Hat der neue Bund den alten Bund ersetzt?
  • Was geht uns als Christinnen und Christen das jüdische Gesetz – die Torah – an?
  • Was ist das Neue am Neuen Testament?
  • Lesen Juden und Christen die hebräische Bibel (das „Alte Testament“) unterschiedlich?



Ort: Kloster Frenswegen - Heuerhaus neben dem Kloster -Kaminraum

Zeit: Die Gesprächsreihe wird auf Wunsch der Teilnehmer/-innen im Jahr 2026 fortgesetzt. Der Termin steht noch nicht fest, wird aber bekannt gegeben.


Kontakt: Hartmut Lenhard,

Mail:  hartmut.lenhard@t-online.de

Tel. 01703243192


Aufwändige Präsentation der Stolpersteine Nordhorn online


Die App Stolpersteine-Guide bietet die Möglichkeit, in vielen Orten Stolpersteine auf Rundgängen aufzusuchen und sich über die Jüdinnen und Juden zu informieren, die in der Shoah verfolgt und ermordet wurden. Die App ist für Smartphones beider Betriebssysteme verfügbar; die Beschreibungen der Stolpersteine können aber auch über eine Webseite aufgesucht werden.

In Kürze werden zu den Stolpersteinen in Nordhorn noch jeweils kurze Videos mit Erläuterungen hinzugefügt.